Das Eichhäusle wurde wahrscheinlich schon im vorigen Jahrhundert erstellt. Es war ein einfaches aus Holz konstruiertes und mit Brettern verkleidetes -ca. 3 m auf 3 m- und mit Dachplatten (Schindeln) und mit einer abschließbaren Tür erbaut. Zuletzt diente es nur noch als Krähleslager der Familien Holder und Rommel.
Eichschein vom 24. Oktober 1894.Der Zweck des Eichhäusles war eigentlich ein anderer. Die früher holzverarbeitenden Handwerker (die Küfer) brachten ihre hergestellten Wein- und Mostfässer zum Eichen ans Häusle. Sie stellten nun fest, ob sie dicht wären und wieviel Liter Saft das Fass fasste. Es wurde dann außen auf der Vorderseite die Literzahl, die Jahreszahl der Herstellung und, wenn der Küfer ein Logo hatte, auch dieses mit eingebrannt.
Das Eichhäusle hatte einen Direktanschluss an die kleine Lauter. Das Gussrohr war unter dem Fahrweg verlegt. Das Rohr hatte einen Durchmesser von ca. 12 cm auf 15 cm. Im Innern war das Rohr mit einem Drehschlusshahn versehen.
In den fünfziger Jahren war in einem Sommer eine große Trockenheit. Nun kamen die Menschen mit ihren leeren Fässlein und Wannen, um am Eichhäusle Wasser zu holen, um ihre Bäume und Gärten zu bewässern. Es kam oft zu langen Warteschlangen.
Eichschein III. Nro. 13 für 17. Fässer (Herbsteichen): 17 Fässer zu 150 ltr., davon 13 Stück mit 2 Unterabteilungen á 80 Pfennig, 4 dito mit 6 Unterabteilungen á 1,40 Mark, 1 Kübel mit 20 Liter mit 9 Unterteilungen zu 1,20 Mark, zus. 17,20 Mark.