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Sonderausstellung: Fehde und Krieg – Burgen und ihre Verteidigung im Mittelalter
Download des Flyers: Fehde und Krieg

Adlige Herren auf ihren Burgen waren sich nicht immer grün. Meist ging es um Kränkungen und Ehrverletzungen oder um Gebietsstreitigkeiten. Oft genügte eine Kleinigkeit als Vorwand, um eine Fehde vom Zaun zu brechen. Die Fehde war ein dem Adel vorbehaltenes Rechtsmittel sui generis, mit dem man sich, wenn eine gütliche Einigung nicht möglich war, sein vermeintliches Recht mit Gewalt und auf eigene Faust verschaffen konnte.

Nach einer mündlichen Ansage der Fehde oder der Zustellung eines Fehdebriefes musste allerdings drei Tage gewartet werden, um vielleicht doch noch eine gütliche Einigung möglich zu machen. War diese verstrichen, konnte der Privatkrieg beginnen. Ganz ohne Regeln ging es im Mittelalter also doch nicht.

Im ersten Raum der Ausstellung zeigt ein Diorama die Belagerung einer Burg; die Belagerten wagen einen Ausfall, im Hintergrund steht eine Blide, mit der die Burg sturmreif geschossen werden soll. Im zweiten Raum wartet in einer Ecke ein Reiterharnisch auf seinen Einsatz, in der Vitrine davor werden ein Anderthalbhänder, das Schwert zum Harnisch, und eine Hakenbüchse präsentiert. An den Wänden hängen Plakate in Form von Ritterschilden mit ausführlichen Informationen zum Fehdewesen, eine maßstabsgetreu nachgebaute Torsionsballiste ist ein weiteres spektakuläres Belagerungsgeschütz. In der Vitrine darunter liegen eine „Hundsgugel“, eine spezifische Helmform des späten Mittelalters, und ein Eisenhandschuh.

Die Ausstellung bietet für Erwachsene und Kinder fachliches und spannendes Wissen aus einer fernen Vergangenheit, die nicht so finster war, wie das Wort vom „Finsteren Mittelalter“ glauben machen will.


Burgentipps, passend zur Sonderausstellung
Der Rauber im Mai 1829. J. Büttgen

Die Untere Diepoldsburg, der Rauber, wird nach Ausweis des spärlichen Fundgutes nach 1250 von den Teckern als Annex, als Ergänzungs- und Ausweichwohnung zur Oberen Diepoldsburg gebaut; die Absicherung zum Sattelbogen ist ein erwünschter Nebeneffekt. Ob sie wirklich einmal ein Raubnest war, wie Crusius in seinen Schwäbischen Annalen berichtet, was man getrost als annales de vocem populi bezeichnen darf, ist keine verlässliche Überlieferung. Mehr Informationen zum Rauber finden Sie hier: ➤ Die Geschichtsträchtige: Diepoldsburg.

Saß auf dem Wielandstein als Burgherr ein ukundlich fassbarer Wieland der Ältere? Und warum hat sich der Name Wieland bei den Wielandsteinern nicht erhalten? Lesen Sie dazu die Anmerkung auf der Page ➤ Wielandstein-Burgen.


Die Marienkirche auf einem Gemälde um 1900
Mit einem Klick zur Bildserie.

Mit ihrer harmonischen Form ist die Marienkirche in Owen ein schönes Denkmal der Hochgotik und gilt als ein Juwel der Kirchenbaukunst. Es verwundert daher kaum, dass sie von jeher Kunstliebhaber aller Art begeistert hat, wie dieses naive Bild eines unbekannten Malers zeigt. Er bleibt anonym, denn er hat keine Signatur hinterlassen. Wie das Gemälde aus Stuttgarter Familienbesitz ins Evangelische Pfarrhaus Owen kam, wo es hängt, bleibt im geschichtlichen Dunkel. Immerhin verrät es, dass es vor 1900 gemalt wurde: Die Position des Malers ist im Bereich der Adlerkreuzung, die Apotheke ist noch nicht gebaut. Der Maler stand vermutlich an deren späteren Bauplatz, wie die Überhöhung des Kirchenschiffes und des Turmes zeigen. Die Kirchgänger sind gekleidet, wie es vor 1900 der Mode entsprach. Das Bild ist auf geschwärztem Karton gemalt, in zwei ineinander geschachtelte Rahmen eingesetzt und unprofessionell mit Eisennägeln fixiert.


Der Alt-Owen Förderkreis e.V. bittet um Unterstützung
Grabenbruck – alte Fotos oder Zeichnungen aus der Zeit vor und um 1945 gesucht

Der Alt-Owen Förderkreis e.V. bemüht sich schon seit langem, das ost-seitige Erscheinungsbild der Grabenbruck mit den beiden Pfeilern zu klären. Wir suchen Abbildungen zur Grabenbruck aus den Jahren vor und um 1945. Sie können uns helfen, indem Sie uns ermöglichen, Kopien oder die Originale von Abbildungen der Grabenbrücke zu finden oder einzusehen.

Von besonderem Wert wäre ein Foto vom im Graben liegenden amerikanischen Sherman-Panzer, der die Brücke zum Einsturz brachte. Ergänzend zu diesem ganz speziellen Forschungsprojekt freuen wir uns über alle Fotografien, Abbildungen, Gemälde und Zeichnungen, die historische Ansichten vom „Städtle Owen“ bieten. Nachrichten erbitten wir an unsere Geschäftsstelle, Tel. 07021-56369.

Sie können sich auch direkt an unser Ausschussmitglied Dr. Hans-Peter Hils wenden, der die historischen Forschungen federführend betreibt: Tel. 07021-571737 oder Email: h-p.hils@t-online.de.