
Wie schon lange Zeit Tradition, führte uns die erste AOF Veranstaltung des Jahres nach Stuttgart, dieses Mal wieder in die Staatsgalerie. Führungsthema war „Die Architektur der Staatsgalerie und Highlights der Kunst vom Klassizismus bis zur Moderne“.
Auch diesmal gelang es der Kunsthistorikerin Frau Barbara Honecker M.A. wieder, uns an ihrem umfangreichen, fundierten Wissen teilhaben zu lassen. Über zwei Stunden, ein Novum, hörten wir gespannt und überaus aufmerksam ihren Ausführungen zu.
Im ersten Teil der Führung mit dem Schwerpunkt Architektur, spannte sie den Bogen von König Wilhelm I. von Württemberg, er lässt von seinem Baumeister Barth ein „Museum der Bildenden Künste“ im Jahr 1838-1843 errichten, bis zur heutigen Neuen Staatsgalerie 2026.
Was mit einer zweigeschossigen Dreiflügelanlage begann und sich mit immer weiteren Ergänzungsbauten, wie die Erweiterung durch zwei rückwärtige Flügel – Alte Staatsgalerie –, fortsetzte, wurde am Grundriss und Modell bis zum heutigen Bestand der Neuen Staatsgalerie erklärt. Nicht fehlen durfte hierbei auf keinen Fall das Hervorheben des „Stirling Baues“. Ihm wurde 2014 per Denkmalurkunde der Titel „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“ verliehen. Der Erweiterungsbau Steib und Häussler Bau blieben bei der Führung auch in ihrer Funktion nicht unerwähnt.

Der Bau von James Stirling jedoch ist ein Highlight, ein Schlüsselbau der europäischen Postmoderne. Die Postmoderne zitiert historische Stile wie klassische Giebel, Säulen, Bögen, Gesims-Fragmente, teils verfremdet und ohne Funktion, manchmal ironisch augenzwinkernd, verwendet knallige Farben. Auf diese Punkte, ablesbar im Gebäude und in der Rotunde, wies uns Frau Honecker bei unserer Führung hin. Manches wurde jetzt gesehen, was vorher unbeachtet war.
Mit dem Zeigen und mit Informationen zu den bleiverglasten Fenstern des im 2. Weltkrieg zerstörten alten Stuttgarter Rathauses begann der zweite Führungsabschnitt. Welch eine Farbenpracht. Nur durch rechtzeitige Auslagerung blieben diese Fenster erhalten. Adolf Hölzel, Professor an der damaligen Akademie der bildenden Künste, hat sie gestaltet.
Ein aus einem Wohnhaus in Stuttgart – Degerloch abgetragenes Wandbild von Oskar Schlemmer „Menschen im Raum“ war das nächste Highlight. Die Leichtigkeit der Figuren und dezente Farben prägen das Bild.
Weiter gings zur Büste von Friedrich Schiller, geschaffen von Johann Heinrich Danecker, 1794. Es ist die originale Büste, von der alle weiteren Schillerbüsten abgenommen wurden. Die „Toilette der Venus“ von Giorgio Vasari war ein weiteres Exponat, das betrachtet wurde. Venus, die Göttliche thront auf einem Sitz und überprüft eitel die Wirkung des perlenbesetzten Geschmeides in ihrem Haar. Es ist eines der ersten Gemälde, das durch Attribute Hinweise zum tieferen Verstehen von Inhalten gibt – zwei Tauben geben den Hinweis auf Venus, der Spiegel mit gealterten Gesichtszügen und fließendes, endendes Wasser aus dem Krug geschüttet, deuten auf das Vergängliche hin.

Nach der Begegnung mit zwei Damen der Staatsgalerie, der Skulptur „Cleaning Lady“ von Duane Hanson von 1972 und dem Gemälde „Wilhelmine von Cotta“, Maler Gottlob Schick, sie gekleidet in luftigem Kleid im Empirestil, die Farben weiß, rot und grün machen dieses Bild strahlend, ging es weiter.
Dass die Gemälde an Größe zunahmen und immer mehr der Wand-Dekoration dienten, wurde am Gemälde „Kleopatra“ ihrer Reise auf dem Nil nach Tarsos, Maler Hans Markert, aufgezeigt. Das Sujet ausufernd und exotisch, das Bild ist mit seiner Größe von 190×500 cm sehr imposant. Weiter ging es vorbei an der Dreiergruppe der „Die kleinen blauen Pferde“ und der „Die kleinen gelben Pferde“ von Fanz Marc, die Farben mit ihrer für Marc sehr spiritueller Bedeutung wurden angesprochen. Pablo Picassos Kunstwerk „Die Badenden“ 1956 aus Treibgut gestaltet, war der nächste Stopp. Nun ging es langsam dem Ende zu. Mit Oskar Schlemmer und der Geschichte um die Figuren seines „Triadisches Ballett“s endete die interessante, trotz ihrer Länge immer ansprechende, nie langweilige Führung.
Gabriele Horer
Mit ihrer harmonischen Form ist die Marienkirche in Owen ein schönes Denkmal der Hochgotik und gilt als ein Juwel der Kirchenbaukunst. Es verwundert daher kaum, dass sie von jeher Kunstliebhaber aller Art begeistert hat, wie dieses naive Bild eines unbekannten Malers zeigt. Er bleibt anonym, denn er hat keine Signatur hinterlassen. Wie das Gemälde aus Stuttgarter Familienbesitz ins Evangelische Pfarrhaus Owen kam, wo es hängt, bleibt im geschichtlichen Dunkel. Immerhin verrät es, dass es vor 1900 gemalt wurde: Die Position des Malers ist im Bereich der Adlerkreuzung, die Apotheke ist noch nicht gebaut. Der Maler stand vermutlich an deren späteren Bauplatz, wie die Überhöhung des Kirchenschiffes und des Turmes zeigen. Die Kirchgänger sind gekleidet, wie es vor 1900 der Mode entsprach. Das Bild ist auf geschwärztem Karton gemalt, in zwei ineinander geschachtelte Rahmen eingesetzt und unprofessionell mit Eisennägeln fixiert.
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Der Alt-Owen Förderkreis e.V. bittet um Unterstützung
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Gesucht – Owener Geschichten aus früherer Zeit. Zusammengetragen und vorgestellt von Fritz Nuffer.
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Im Jahr 2015 hat der Alt-Owen Förderkreis e.V. das Buch „Owener Geschichten aus früherer Zeit“ aufgelegt. Das Buch erfreute sich eines großen Interesses und daher ist es auch vergriffen. Die Nachfrage besteht gleichwohl immer noch. Wir, der Alt-Owen Förderkreis, hat keine Exemplare mehr vorliegen. So sind wir in der misslichen Lage, Anfragen nach diesem Buch abschlägig bescheiden zu müssen. Nun unsere große Bitte an alle unsere Mitglieder, Freunde und Förderer: Sollten Sie in einer Überlassung, einem Nachlass oder auf eine sonstige Weise ein Exemplar vorfinden und dieses nicht brauchen, weil in Ihrer Familie schon Exemplare vorhanden sind, würden wir uns über eine Rückgabe an den Alt-Owen Förderkreis freuen. |
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Gesucht – Luftfahrt an der Teck von Karl Buck
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Karl Buck: Luftfahrt an der Teck. Dieses im Selbstverlag erschienene Buch, das auch in der zweiten Auflage vergriffen ist, schildert mit zahlreichen Abbildungen und einem akribisch erarbeiteten Text den Flugbetrieb an der Teck von den Anfängen um 1928 bis zum Neubeginn nach dem Krieg. Auch für dieses Buch erreichen uns Anfragen. Wir bitten deshalb auf diesem Weg um Ihre Unterstützung und wir würden uns sehr freuen, wenn wir mit Ihrer Hilfe die eine oder andere Anfrage positiv beantworten könnten. Ihre Nachricht erbitten wir an unsere Geschäftsstelle, Tel. 07021-56369. Ihr Alt-Owen Förderkreis e.V., Gabriele Horer. |
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Gesucht – alte Fotos oder Zeichnungen von der Grabenbruck aus der Zeit vor und um 1945 gesucht
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Der Alt-Owen Förderkreis e.V. bemüht sich schon seit langem, das ost-seitige Erscheinungsbild der Grabenbruck mit den beiden Pfeilern zu klären. Wir suchen Abbildungen zur Grabenbruck aus den Jahren vor und um 1945. Sie können uns helfen, indem Sie uns ermöglichen, Kopien oder die Originale von Abbildungen der Grabenbrücke zu finden oder einzusehen. Von besonderem Wert wäre ein Foto vom im Graben liegenden amerikanischen Sherman-Panzer, der die Brücke zum Einsturz brachte. |
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Ergänzend zu diesem ganz speziellen Forschungsprojekt freuen wir uns über alle Fotografien, Abbildungen, Gemälde und Zeichnungen, die historische Ansichten vom „Städtle Owen“ bieten. Nachrichten erbitten wir an unsere Geschäftsstelle, Tel. 07021-56369. Sie können sich auch direkt an unser Ausschussmitglied Dr. Hans-Peter Hils wenden, der die historischen Forschungen federführend betreibt: Tel. 07021-571737 oder Email: h-p.hils@t-online.de. |
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