Was kann es über eine Ruhebank schon zu erzählen geben? Mehr, als man zunächst denkt. Das erlebte eine Wandergruppe am Sonntag, 20. September, bei der Wanderung „Von Bank zu Bank” am Teckberg in Owen. Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms 2026 des Geschichtshauses Owen „Teckblick und Bänkleglück” hatten der Schwäbische Albverein und der Alt-Owen Förderkreis eine rund 7,5 Kilometer lange Tour mit etwa 540 Höhenmetern zusammengestellt.

Die Wanderführer Norbert Rumberger und Karl-Heinz Ritter wussten an den 15 angesteuerten Ruhebänken viel Interessantes über deren Entstehung und Bedeutung zu berichten. Los ging es am Wanderparkplatz Bohl. Dort steht die Bank des Obst- und Gartenbauvereins Owen. Ein Ginkgo-Baum und eine Steinstele gaben Anlass, die Geschichte dieses besonderen Platzes näher zu erläutern. Der weitere Wanderweg führte über den Panoramaweg, vorbei am Schafstall, übers Bölle zum Parkplatz Bölle. Für eine Überraschung sorgte unterwegs eine ungeplante, aber umso herzlichere Rast: Auf dem Parkplatz Bölle erwartete die Wanderer ein gedeckter Tisch mit Kaffee, hausgemachtem Kuchen und Trauben aus Owen. Dank an das Geschichtshaus Owen und an Elfriede Freundl.

Auch die Bank auf dem Hörnle mit dem Gedenkstein für König Wilhelm I. aus dem Jahr 1841 gehörte zu den besonderen Stationen. Immer wieder zeigte sich, dass die scheinbar unscheinbaren Ruhebänke ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Manche bieten zudem beeindruckende Ausblicke und laden dazu ein, die heimische Landschaft ganz bewusst zu genießen. Nach rund fünf Stunden kehrte die Gruppe mit vielen neuen Eindrücken zum Ausgangspunkt zurück. Interessante Geschichten, überraschende Ausblicke und nicht zuletzt das harmonische Miteinander machten die Wanderung zu einem rundum gelungenen Erlebnis.
Text: Norbert Rumberger