Ordentliche Mitgliederversammlung

Bericht über die ordentliche Mitgliederversammlung
am 24.Februar 2017 im Gasthaus „zum Adler“ in Owen

In Vertretung des erkrankten 1. Vorsitzenden Rainer Laskowski konnte der 2. Vorsitzende Christof Leuze neben den erschienen Mitgliedern und Frau Bürgermeister Grötzinger Frau Ursula Kommerell mit ihrem Gatten begrüßen. Frau Kommerell hatte sich bereiterklärt, im Anschluss an die Mitgliederversammlung den Oberhofprediger Carl Grüneisen (1802 – 1878), den UrUrgroßvater ihres Mannes Luithard Kommerell vorzustellen.

Zu Beginn gedachten die Anwesenden dem im Jahre 2016 verstorbenen Gründungsmitglied Uwe Kiedaisch.

Der 2. Vorsitzende Christof Leuze wies im Rechenschaftsbericht des Vor-standes darauf hin, dass sich der Ausschuss in 3 Sitzungen mit der Herausgabe eines Kalenders für das Jahr 2017 „Owen und seine Bewohner in alten Ansichten“ beschäftigte. Basis waren hierfür die Fotos mit Legenden der zusammen mit der Stadt Owen veranstalteten Ausstellung „Owen in alten Fotoaufnahmen“ im Geschichtshaus. Der Kalender wurde im November 2016 an verschiedenen Stellen in der Stadt angeboten. Der Grundschule Owen wurden für die Behandlung der Stadtgeschichte 80 Exemplare übergeben.

Die Ausstellung wurde mit Förderung und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt von den beiden Schriftführerinnen Angelika Friedrich und Gabriele Horer aus den vom Verein gesammelten über 2000 Bilder von Owen zusammengestellt und aufgebaut. Die Fotoausstellung fand vom 10.7.2016 mit einer Verlängerung bis zum 8.1.2017 im Geschichtshaus statt und hatte sehr guten Zuspruch. Sie haben mit der Auswahl der Bilder unter verschiedenen Themen das Interesse der Besucher getroffen. Der Stadt ist an dieser Stelle herzlicher Dank zu sagen.

Daneben wurde die Neugestaltung der Homepage des Vereins durch das Mitglied des Ausschusses, Dr. Hans-Peter Hils erörtert und von diesem modern gestaltet wird. Christof Leuze dankte an dieser Stelle Herrn Dr. Hans-Peter Hils für die Neugestaltung der Homepage und deren Pflege, die immer auf dem neusten Stand ist.

Weitere Aktivitäten des Vereins waren der Besuch der Landesaustellung „Herzog Christof – ein Renaissancefürst im Zeitalter der Reformation“ im Landesmuseum Baden-Württemberg in Stuttgart und ein Besuch der Ausstellung „Wahre Schätze“ ebenfalls im Landesmuseum, eine Besichtigung der Stadt Weilheim wurde im April 2016 angeboten.
Am Kinderferienprogramm nahm der Verein ebenfalls teil. Unter dem Thema „Ein Tag in der Steinzeit“ unter der Leitung von Frau Schubert und Herrn Ritter verwandelten sich die teilnehmenden Kinder in Steinzeitmenschen und spielten deren Aktivitäten nach. Christof Leuze dankte Frau Schubert und Herrn Ritter für die Durchführung.
Ein Vortrag von Dr. Hans-Peter Hils über das Thema: Munkeln im Dunkeln – die Angst der Obrigkeit vor des Teufels Buhlstuben“, ergänzte den von unseren beiden Schriftführerinnen durchgeführten zweiwöchigen Lichtkarz vom November 2016 bis Februar 2017 im Geschichtshaus. An dieser Stelle dankte Christof Leuze Herrn Dr. Hils für den Vortrag.
Der Vortrag von Dr. Jürgen Lotterer vom Stadtarchiv Stuttgart im November 2016 in der voll besetzten Bernhardskapelle befasste sich mit dem Thema: Wirtschaftsflüchtlinge des 18.Jahrhunderts – Owener Auswanderer in Amerika“ deren damalige wirtschaftliche Situation, die zu mehreren Auswanderungswellen führte.
Zu Beginn des Jahres 2017 wurde die Landesausstellung mit dem Thema: „Die Schwaben zwischen Mythos und Marke“ im Landesmuseum in Stuttgart besucht.

Mit 11 öffentlichen und 11 bestellten Führungen wurden den Besuchern die historischen Gebäude und Plätze der Stadt, die Bernhardskapelle sowie das Geschichtshaus vorgestellt. Christof Leuze sprach hierfür den Frauen Dr. Regine Benker, Dr. Sabine Widmer-Butz, Angelika Friedrich und den Herren Herbert Manz, Gerhard Hummel, Rainer Laskowski den Dank des Vereins für diese ehrenamtliche Tätigkeit aus.

Der 2. Vorsitzende konnte der Mitgliederversammlung mitteilen, dass der Verein mit einem Beitrag auch weiterhin das Projekt „Geschichtsdetektive“ zusammen mit der Stadt und dem Land Baden-Württemberg unterstützt. Frau Heidi Schubert führt die Arbeitsgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Grundschule Owen durch. Er dankte Frau Rektorin Hils und Frau Schubert für dieses Engagement.

Mit dem Dank an die Ausschussmitglieder und die weiteren „Akteure“ des Vereins wurde der Rechenschaftsbericht des Vorstands von der Mitgliederversammlung entgegengenommen.

Mit einem ausführlichen Bericht stellte der Kassier die Finanzen des Vereins dar. Dass er und der Verein trotz der Herausgabe des Kalenders für 2017 gut gewirtschaftet habe, wurde von den beiden Kassenprüfern Willi Beintner und Volker Hahnel in ihrem Kassenprüfungsbericht bestätigt.
Bei dieser Gelegenheit wurde aus der Mitte der Versammlung angeregt, die Verblassung der Wandmalereien in der Bernhardskapelle zu untersuchen und ggf. entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Des Weiteren wurde die Aufstellung von weiteren Hinweistafeln am Amtplatz und am Bahnhof als Abschluss des Stadtrundgangs angeregt.
Ein weiterer Vorschlag befasste sich mit der Aufstellung des Brunnenaufsatzes des ehemaligen Marktbrunnens ggfs. im oder am Geschichtshaus. Die Aufstellung von Skulpturen über das frühere Leben in der Stadt war ebenfalls Gegenstand der Diskussion außerdem wie auch eine Belebung des Marktplatzes erreicht werden könnte.

Frau Bürgermeister Grötzinger bedankte sich persönlich und im Namen des Gemeinderats beim Verein und seinen Organen für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und für das Engagement der Ehrenamtlichen im Verein. Durch die Unterstützung der Arbeit des Alt-Owen Förderkreises zeige die Stadt ihre Wertschätzung der Arbeit des Vereins für die Stadt Owen. Die Aufarbeitung der Ortsgeschichte, die Unterstützung beim Betrieb des Geschichtshauses durch Führungen und die Führungen in der Bernhardskapelle und durch die Stadt sind nur einige Beispiele hierfür.

Frau Bürgermeister Grötzinger ließ es sich nicht nehmen die Entlastung des Vorstands durchzuführen. Nachdem keine Anträge eingegangen waren und aus der Mitte der Versammlung keine solchen gestellt wurden, konnte Frau Grötzinger die in diesem Jahr anstehenden Wahlen durchführen. Da sich alle bisherigen „Amtsträger“ für eine Wiederwahl zur Verfügung stellten und keine weiteren Vorschläge eingingen wurden folgende Mitglieder einstimmig gewählt, zum 1. Vorsitzenden Rainer Laskowski, zum Kassier der stellvertretende Vorsitzende Christof Leuze und zum Beisitzer Herbert Manz. Die Gewählten nahmen die Wahl an und Frau Grötzinger bedankte sich bei ihnen, auch im Namen der Versammlung für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit. Der erkrankte 1. Vorsitzende hatte sein Einverständnis für die Annahme der Wahl, vorausgesetzt er werde wieder gewählt, schriftlich mitgeteilt.

Christof Leuze bedankte sich bei Frau Grötzinger für die Durchführung der Wahl und schloss die Mitgliederversammlung mit dem Dank an die Anwesenden für ihr Kommen und die rege Aussprache.

Im Anschluss an den offiziellen Teil stellte unser Mitglied Frau Ursula Kommerell den Stuttgarter Oberhofprediger Carl Grüneisen (1802- 1878), Präses der Eisenacher Kirchenkonferenz, Liederdichter und Verfasser kunsthistorischer Schriften vor. Er war ein Nachkomme des in der Pestzeit von 1629 bis 1935 hier tätigen Stadtpfarrers Johannes Kohler. Engagiert und kurzweilige führte Frau Kommerell die Zuhörer durch die Vita des Vorfahrens ihres Mannes (UrUrgroßvater). Anschaulich und mit Bildern ließ sie die Mitglieder und Gäste in die Lebensgeschichte des Vorfahren Einblick nehmen.

Mit großem Beifall bedankte sich die Versammlung für den ausgezeichneten Vortrag.

Zum Abschluss überreichte das Ehepaar Kommerell dem Förderkreis eine Reproduktion der „Charte von Schwaben“, deren Original aus dem Jahr 1800 stammt. Sie zeigt die Bemühungen um eine genaue topographische Karte zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Frau Horer und Herr Leuze nahmen die Karte mit Freude und Dank entgegen.
G. Hummel, Owen